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2026 Gestaltung Außenbereich Pfarrhaus / Pfarrhof

Hofpflaster am Pfarrhaus wird erneuert
Die Hofbefestigung am Pfarrhaus weist erhebliche Schäden auf: Unebenheiten und Setzungen machen eine geordnete Nutzung – besonders für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen – nahezu unmöglich. Das soll sich jetzt ändern.

Im Rahmen einer baulichen Maßnahme werden der Außenbereich erneuert und neu gestaltet. Dazu gehören:
-    die Erneuerung des Hofpflasters unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes,
-    die Gestaltung der Zuwegung zur Freitreppe des Pfarrhauses sowie
-    die Erneuerung bzw. Wiederherstellung der Zuwegung vom Pfarrhof zur Kirche im Bereich des Kirchgartens.

Die Arbeiten sind für den Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September 2026 vorgesehen.
Gefördert wird die Maßnahme durch den Freistaat Thüringen / TLLLR / RAG Leader ‚Hennerberger Land‘ e. V.

Mit dem Projekt soll nicht nur die historische Bausubstanz erhalten, sondern auch ein sicherer und barrierefreier Zugang zu wichtigen kirchlichen Einrichtungen geschaffen werden.


Die Kirchgemeinde Metzels

Seit dem späten Mittelalter, genau seit dem Jahr 1502, besitzt Metzels eine selbstständige Pfarrgemeinde. Diese Unabhängigkeit ist bis heute spürbar: Der Metzelser Pfarrer wohnt direkt im Ort im eigenen Pfarrhaus und kümmert sich von dort aus um seine Gemeinde, den Friedhof sowie das gesamte Kirchenanwesen samt Pfarrhof.

Dass diese Strukturen über Jahrhunderte hinweg Bestand hatten, verdanken die Metzelser dem weitsichtigen Handeln ihrer Vorfahren.Schon im 15. Jahrhundert statteten die Bürger die Pfarrgemeinde mit Land, Wald und Wiesenflächen aus. Diese Schenkungen dienten dazu, den Unterhalt des Pfarrers, der Kirche und des Hofes langfristig abzusichern. Das Besondere: Diese finanzielle Ausstattung hat bis in die heutige Zeit hinein Bestand. Das System funktioniert heute noch genau wie vor hunderten von Jahren. Sichtbar wird dieser Erfolg an den umfangreichen Modernisierungs- und Erhaltungsmaßnahmen, die das gesamte Kirchenareal in jünger Zeit erfahren hat.

Auf dieses Erbe können die Metzelser durchaus stolz sein. Es liegt nun an der heutigen Generation, darauf zu achten, dass die Kirche im Ort bleibt und nicht in andere Hände übergeht. Was über Jahrhunderte hinweg Bestand hatte und als Ort des Zusammenkommens in guten wie in schlechten Zeiten diente, darf nicht durch eine kurzfristige Mode vernachlässigt oder gar aufgegeben werden. Dies wäre ein schlechter Dienst an den Vorfahren und den nachfolgenden Generationen.


St. Nikolai-Kirche

Die St.Nikolai-Kirche zu Metzels wurde von Graf Poppo VII. von Henneberg gestiftet als Dank für das "Kriegsglück", das sich unerwartet in der Metzelser Flur zu seinen Gunsten gegen den Würzburger Bischof gewendet hatte. So wurde die Kapelle am 6.Dezember 1228 als Nikolai-Kapelle geweiht. Ein großer Kirchenwald stellt den Unterhalt dieses Gebäudes seit dieser Zeit sicher. Im 15.Jh. wurde die Kirche als Kirchenburg wehrhaft ausgebaut, heute ist aus dieser Zeit nur noch der Kirchturm (1488) erhalten.

Auf Gesuch der Bewohner wurde Metzels am 19.Dezember 1502 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Der Pfarrhof geht auf das 15.Jh. zurück, 1839/40 wurde das heutige 3.Pfarrhaus auf den mittelalterlichen Gewölben erbaut. Seit 1994 renoviert die Kirchgemeinde mit viel Engagement den Pfarrhof und baut die große Pfarrscheune zu einem Gemeindehaus um. Im linken Teil der Pfarrscheune wurde ein kleines Heimatmuseum eingerichtet, das vom Kirchlichen Heimatpflegeverein Metzels betreut wird.

Die Pfarrstelle Metzels wurde zum 1.6.2019 aufgehoben und mit der ebenfalls aufgehobenen Pfarrstelle Walldorf zur neuen Pfarrstelle Walldorf-Metzels zusammengelegt. Die neue Pfarrstelle umfasst die Dörfer Walldorf, Melkers, Metzels, Wallbach und Utendorf. 

Pfarrer Daniel Meyer
THUM 3
98639 Metzels
Fon 03693 - 897169
Fax 03693 - 882469
pfarramt_metzels#ätt#gmx.de